AutoSEO kostet 149 USD im Monat und Domain, FullSEO 500 USD — der Unterschied ist kein Funktionsumfang, sondern die Frage, wer entscheidet. Ein Durchgang durch beide Stufen, die Add-ons und den Posten, der in Angebotsvergleichen regelmäßig fehlt.
In Budgetgesprächen fällt selten zuerst die Frage nach dem Funktionsumfang. Gefragt wird: Was kostet das im Jahr, und wie viel Arbeit bleibt trotzdem bei uns liegen? Das Versprechen der Automatisierung wird dabei gern falsch gelesen: Es bedeutet nicht, dass niemand mehr etwas tut, sondern dass Menschen nur noch entscheiden, statt zu sammeln.
Der Kampagnenbereich im neuen Semalt Panel bietet dafür zwei Stufen und zwei buchbare Platzierungspakete an. Vier Preise, die man kennen muss, bevor man über Erwartungen spricht:
Der Faktor 3,4 zwischen den Stufen verlangt eine bewusste Entscheidung, hängt aber nicht am Geld allein. Die folgenden Abschnitte ordnen beide Stufen ein, betrachten die Add-ons auch kritisch und schließen mit einer offengelegten Beispielrechnung über zwölf Monate.
Zwei Stufen, dieselbe Datengrundlage
Beide Stufen laufen im selben Bereich des Panels, greifen auf dieselbe angebundene Google Search Console und dieselben Live-SERP-Daten zu, erzeugen Backlinks und liefern KI-gestützte Vorschläge für die eigene Website. Der Unterschied liegt nicht in der Menge der Funktionen, sondern an der Stelle, an der ein Mensch eingreifen darf.
Viele Preisvergleiche nehmen implizit an, die teurere Stufe liefere mehr Daten. Das trifft hier nicht zu.
- Gleiche Analytik. Search-Console-Auswertungen, Rank-Tracking und Wettbewerbsansichten stehen unbeschnitten zur Verfügung — kein Privileg der höheren Stufe.
- Gleicher Freigabe-Workflow. Der Keyword-Pool mit den drei Entscheidungen annehmen, ablehnen und zurückstellen gehört zu beiden Stufen.
- Gleicher Assistent. Der projektgebundene Assistent Stream antwortet auf Basis der echten Kampagnendaten und nimmt Listen auch stapelweise entgegen.
- Unterschiedlich ist die Steuerung. Manuelle Keyword-Auswahl, gezielte Backlink-Platzierung und ein Freigabeschritt vor Website-Änderungen gibt es nur in FullSEO.
AutoSEO — was 149 USD im Monat abdecken
Die günstigere Stufe ist so gebaut, dass eine Kampagne auch dann weiterläuft, wenn zwei Wochen lang niemand in das Panel schaut — gedacht für Unternehmen ohne eigenes SEO-Personal.
AutoSEO — der vollständige Kampagnenzyklus ohne Handarbeit
Für Betriebe, die stetiges Wachstum wollen, aber niemanden haben, der wöchentlich Keywords sortiert.
- Keywords werden automatisch gefunden und priorisiert. Der Zeitgewinn liegt in der Reihenfolge: Eine Liste mit vierhundert Begriffen zu erzeugen ist trivial, sie in eine sinnvolle Bearbeitungsfolge zu bringen nicht.
- Backlinks entstehen laufend und ohne Einzelauswahl. Neu gesetzte Links erscheinen mit Kennzahlen zur Geberseite im Projektstrom — nachvollziehbar, aber nicht vorab wählbar.
- Die KI bereitet On-Site-Änderungen vor. Titel, Meta-Beschreibungen, Überschriftenstruktur und interne Verlinkung, abgeleitet aus den eigenen Seiten und den Suchdaten.
- Die Analytik ist vollständig enthalten. Search Console, Rank-Tracking und Wettbewerbsansichten stehen ohne Zusatzkosten bereit.
- Der Live-Chat kennt das Projekt. Fragen werden auf Basis der echten Kampagnendaten beantwortet, nicht aus allgemeinem SEO-Wissen.
1.788 USD im Jahr entsprechen in vielen österreichischen Preislisten etwa zwölf bis achtzehn Beratungsstunden. Wer monatlich mehr als anderthalb Stunden Recherchearbeit einspart, hat die Grundgebühr rechnerisch gedeckt — vorausgesetzt, die gewonnene Zeit fließt in etwas anderes. Die vier bis acht Wochen bis zur ersten Bewegung beschreiben dabei den Zeitpunkt, zu dem sich in den Daten etwas zeigt, nicht den der Amortisation.
FullSEO — was der Aufpreis von 351 USD kauft
Die höhere Stufe enthält alles aus AutoSEO und ergänzt drei Eingriffspunkte sowie ein Team aus SEO-Fachleuten, Entwicklern und Autoren. An diesen drei Stellen kann manuell eingegriffen werden — niemand muss es.
FullSEO — Automatisierung plus menschliche Steuerung
Für Projekte, in denen geschäftliche und maschinell errechnete Relevanz auseinanderfallen.
- Manuelle Keyword-Auswahl mit automatischem Rückfall. Sie bestimmen, welche Begriffe bearbeitet werden. Bleibt die Auswahl leer, übernimmt wieder die Automatik — eine Urlaubswoche legt die Kampagne nicht still.
- Gezielte Backlink-Platzierung nach Domain Rating. Statt das Linkprofil dem Automatismus zu überlassen, lässt sich die gewünschte Stärkeverteilung der Geberseiten vorgeben.
- Human-Review-Modus für Änderungen an der Website. Jede On-Site-Änderung wird erst nach menschlicher Freigabe wirksam. In regulierten Branchen ist das kein Komfort, sondern Voraussetzung.
- Ein Team statt nur einer Oberfläche. FullSEO umfasst SEO-Fachleute, Entwickler und Autoren — der Anteil des Preises, der keine Software ist.
- Umschaltbar statt festgelegt. Zwischen automatischem und manuellem Betrieb wird gewechselt, ohne die Kampagne neu aufzusetzen.
Der Aufpreis kauft also nicht „mehr SEO", sondern Kontrolle über Details — und die ist nur 351 USD im Monat wert, wenn jemand sie tatsächlich ausübt. Eine FullSEO-Kampagne, deren Freigaben niemand öffnet, ist eine teurere AutoSEO-Kampagne.
Unterschätzt wird der Modus-Umschalter. FullSEO ist nicht „die manuelle Variante", sondern erzeugt einen Rhythmus: erst automatisch, weil noch niemand weiß, welche Begriffe im eigenen Markt Bewegung zeigen; dann manuell, sobald die Erkenntnisse eine bewusste Auswahl erlauben; vor Saisonspitzen nachgeschärft, in ruhigen Monaten wieder automatisch. Dass der Wechsel billig ist, ist der Grund, warum er stattfindet. Gebündelt finden Sie die Stufen und Add-ons im Bereich My SEO.
Der Keyword-Pool und der Freigabe-Workflow
Der Kern beider Stufen ist der Keyword-Pool. Er speist sich aus drei Quellen, und jede beantwortet eine andere Frage — deshalb enden die Vorschläge nicht in der üblichen Werkzeug-Beliebigkeit.
Google Search Console
Begriffe, für die die Website bereits Impressionen erhält — belegte Nachfrage bei oft noch schwacher Sichtbarkeit.
- Realistischste Kandidaten
- Google kennt die Seite dafür schon
Live-SERP-Daten
Begriffe aus dem tatsächlichen Suchergebnisumfeld, einschließlich jener, für die Wettbewerber ranken und die eigene Domain nicht.
- Zeigt Lücken im eigenen Raum
- Ohne externe Sicht nicht auffindbar
Eigene Seed-Keywords
Das Wissen aus dem Unternehmen: Produktbezeichnungen, Branchenjargon, die Formulierungen aus Kundenanfragen und Telefonaten.
- Wird am häufigsten vernachlässigt
- Liefert oft die abschlussstärksten Begriffe
Die Einzelfreigabe
Jeder Kandidat erhält genau eine von drei Entscheidungen. Nichts wandert stillschweigend in die Kampagne.
- Annehmen, ablehnen oder zurückstellen
- Protokolliert und später prüfbar
Entscheidend ist der dritte Zustand. Ohne ihn zerfällt jede Prüfung in ein binäres Ja oder Nein, bei dem alles Unsichere abgelehnt wird — und die unsicheren Begriffe sind erfahrungsgemäß die interessanten.
- Annehmen. Der Begriff passt fachlich, es gibt eine geeignete Seite, und die Leistung dahinter kann auch erbracht werden. Er wandert in die Bearbeitung.
- Ablehnen. Der Begriff passt nicht zum Geschäft, zur Region oder zur Zielgruppe. Ein Wiener Steuerberatungsbüro ohne Privatkundschaft will keine Begriffe mit hohem Volumen und falscher Nachfrage.
- Zurückstellen. Fachlich plausibel, aber es fehlt die passende Seite, das Budget oder die Kapazität. Ein im März zurückgestellter Begriff ist im Juni ein vorbereiteter Kandidat statt einer neuen Idee.
Damit ist die eigentliche Leistung der Automatisierung benannt: Nicht die Maschine wählt die Keywords aus, sie übernimmt Sammeln, Entdoppeln und Vorsortieren und setzt den Menschen an die Stelle, an der sein Urteil zählt. Wie sich das später in Positionsverläufen niederschlägt, zeigt der Analytikbereich von Semalt.
Die beiden Zusatzpakete und ihre Slot-Staffelungen
Zusätzlich zur Grundgebühr sind zwei Platzierungspakete in festen Staffeln buchbar. Beide sind optional, und die Staffel null ist bei beiden eine vollwertige Wahl.
Wikipedia-Platzierungen
Wenige, teure Slots in einem Umfeld mit strengen redaktionellen Regeln — Knappheit statt Menge.
- Vier Staffeln, ein klarer Deckel. Buchbar sind 0, 1, 5 oder 10 Slots. Die größte Staffel liegt bei 100 USD.
- Der Stückpreis misst Knappheit. Ein enzyklopädisches Umfeld ist an redaktionelle Regeln gebunden und übersteht Prüfungen nur dort, wo eine echte Belegfunktion erfüllt wird.
- Bestand ist die entscheidende Größe. Ein dauerhafter Link ist kaum zu ersetzen, ein nach drei Wochen entfernter wirkungslos — dieses Risiko trägt der Auftraggeber mit.
PBN-Platzierungen
Viele, billige Slots aus Domainnetzwerken — das Paket, das die sorgfältigste Abwägung verlangt.
- Vier Staffeln bis 500 Slots. Buchbar sind 0, 20, 100 oder 500 Slots, also maximal 500 USD im Monat — so viel wie eine ganze FullSEO-Lizenz.
- Der Preis misst Menge, nicht Wert. Zehn Wikipedia-Slots kosten so viel wie hundert PBN-Slots. Dieser Faktor zehn ist die ehrlichste Auskunft über den Unterschied.
- Private Blog Networks sind Domainnetzwerke zum Zweck des Linkaufbaus. Billig und schnell skalierbar, zugleich im Widerspruch zu den Richtlinien der Suchmaschinen zu Linkspam. Das ist keine Randnotiz, sondern die zentrale Eigenschaft des Add-ons.
Die Ökonomie beider Pakete ist grundverschieden. Bei den PBN-Slots ist ein klares Wort angebracht, gerade weil fünfhundert Platzierungen für fünfhundert Dollar nach einem außergewöhnlichen Verhältnis aussehen.
Für Marken mit langem Zeithorizont ist das Verhältnis besonders ungünstig: Ein etablierter Wiener Fachhändler setzt für 500 USD monatlich einen Teil seiner über Jahre gewachsenen Substanz aufs Spiel, während dasselbe Geld in redaktionellen Inhalten kein Abwertungsrisiko trägt. Wer das Add-on dennoch prüfen möchte, behandelt es als Experiment: kleinste Staffel, abgegrenzte Domain, definierter Beobachtungszeitraum — und keine Domain, von der der Umsatz abhängt.
AutoSEO und FullSEO im direkten Vergleich
Die Gegenüberstellung zeigt, wie wenige Zeilen tatsächlich unterschiedlich sind — und dass die entscheidende keine Funktion beschreibt, sondern eine Arbeitsweise.
| Merkmal | AutoSEO — 149 USD / Monat und Domain | FullSEO — ab 500 USD / Monat und Domain |
|---|---|---|
| Keyword-Findung | Automatisch, mit Priorisierung | Zusätzlich manuelle Auswahl mit automatischem Rückfall |
| Backlink-Aufbau | Automatisch, Netzwerk mit über 230.000 Websites | Zusätzlich manuell, Zielsetzung nach Domain Rating |
| On-Site-Änderungen | KI-Vorschläge | Zusätzlich Human-Review-Modus vor Wirksamkeit |
| Betreuung | Plattform und KI-Assistent | Zusätzlich Team aus Fachleuten, Entwicklern, Autoren |
| Analytik und Freigabe-Workflow | Voller Umfang | Voller Umfang |
| Add-ons Wikipedia und PBN | Buchbar in denselben Staffeln | Buchbar in denselben Staffeln |
| Modus-Umschalter automatisch/manuell | Nicht vorhanden | Vorhanden, jederzeit ohne Neuaufsetzen |
| Grundgebühr über zwölf Monate je Domain | 1.788 USD | 6.000 USD |
Die vorletzte Zeile ist in der Praxis die wichtigste: Alles darüber sind Funktionen, der Umschalter dagegen beschreibt, wie mit ihnen gearbeitet wird. Die letzte Zeile wiederum beziffert nur den Teil der Kosten, den eine Rechnung ausweist.
Eine Beispielrechnung über zwölf Monate
| Posten | Variante A — AutoSEO | Variante B — FullSEO | Annahme |
|---|---|---|---|
| Grundgebühr, zwölf Monate | 1.788 USD | 6.000 USD | 149 bzw. 500 USD je Monat und Domain |
| Wikipedia-Slots | 0 USD | 50 USD | Staffel 0 gegenüber 5 Slots à 10 USD |
| PBN-Slots | 0 USD | 0 USD | Staffel 0, aus den oben genannten Gründen |
| Interne Arbeitszeit | 36 Stunden = 2.340 EUR | 72 Stunden = 4.680 EUR | 3 bzw. 6 Stunden im Monat zu 65 EUR |
| Content-Produktion | 6 Seiten = 1.500 EUR | 12 Seiten = 3.000 EUR | 250 EUR je Seite |
| Summe Lizenzkosten | 1.788 USD | 6.050 USD | ohne Wechselkurs- und Steuereffekte |
| Summe interne und externe Kosten | 3.840 EUR | 7.680 EUR | der Teil, der auf keiner Rechnung steht |
Zwei Beobachtungen springen ins Auge. Erstens ist in beiden Varianten die Summe aus interner Zeit und Content größer als die Lizenzgebühr: Wer nur Softwarekosten vergleicht, vergleicht die kleinere Hälfte. Zweitens verdoppelt der Sprung von A zu B auch den Personaleinsatz.
Eine dritte Größe fehlt mit Absicht: der Ertrag. Er hängt von Wettbewerbsdichte, Ausgangssichtbarkeit und Konversionsrate ab und lässt sich nicht seriös vorhersagen. Vorhersagbar ist nur die Kostenseite — und die gehört vollständig auf den Tisch, bevor über Erwartungen gesprochen wird. FullSEO ohne die zusätzlichen Stunden zu buchen heißt, den Aufpreis zu zahlen und die Gegenleistung nicht abzurufen: der häufigste Kalkulationsfehler bei dieser Entscheidung.
Realistischer Zeithorizont und die passende Stufe
Automatisierte Kampagnen verführen zur täglichen Kontrolle. Das ist meist kontraproduktiv, weil die Messgrößen unterschiedlich schnell reagieren. Eine brauchbare Staffelung sieht so aus:
- Woche 1 bis 4 — Aktivität. Werden Keywords gefunden und freigegeben, laufen Backlinks ein, werden Vorschläge umgesetzt? Hier misst man den Prozess, nicht die Wirkung.
- Monat 2 bis 3 — Frühindikatoren. Impressionen für neu bearbeitete Begriffe, Bewegung aus dem Bereich jenseits Platz 30 nach vorn, erste Änderungen der Klickrate. Klickzahlen sind noch verrauscht.
- Monat 4 bis 6 — Wirkung. Organische Klicks, Eintritte in die vorderen zehn Plätze, Sichtbarkeit für die geschäftlich wichtigen statt für die leichten Begriffe.
- Monat 7 bis 12 — Geschäftszahlen. Anfragen, Bestellungen, Umsatz aus organischem Traffic. Erst hier lässt sich beurteilen, ob die 1.788 oder 6.000 USD gut angelegt waren.
Wer nach acht Wochen abbricht, weil „nichts passiert", hat meist korrekt beobachtet und falsch geschlossen. Zeigt sich dagegen nach sechs Monaten weder bei Impressionen noch bei Positionen Bewegung, liegt das Problem selten am Werkzeug, sondern an der Substanz der Seiten oder an einer mit diesem Budget nicht zu gewinnenden Wettbewerbslage. Diese Diagnose früh zu stellen spart mehr Geld als jede Tarifoptimierung.
Bleibt die Frage, welche Stufe zu welchem Betrieb passt. Vier typische Profile, jeweils mit der Begründung, die den Ausschlag gibt:
Lokaler Dienstleister
Physiotherapiepraxis, Installationsbetrieb, Weinhandel mit Ladengeschäft: überschaubarer Keyword-Raum, lokale Konkurrenz, niemand mit wöchentlicher Zeit für Auswahlarbeit.
- Empfehlung: AutoSEO
- Zwanzig Minuten im Monat für Freigaben genügen
- Add-ons: beide Staffel null
Wachsender Onlineshop
Mehrere hundert Artikel, Saisonalität, deutliche Margenunterschiede. Die maschinelle Priorisierung ist strukturell blind für die Frage, welches Sortiment Geld verdient.
- Empfehlung: FullSEO
- Manuelle Auswahl übersetzt Margen in Prioritäten
- Human-Review schützt Kategorietexte
Agentur mit Kundenportfolio
Zwölf Mandate kosten auf AutoSEO 1.788 USD im Monat, dieselben zwölf auf FullSEO 6.000 USD. In der Praxis entsteht fast immer eine gemischte Aufstellung.
- Kleine Retainer auf AutoSEO
- Strategiebudgets auf FullSEO
- Sammelarbeit entfällt über alle Mandate
Unternehmen mit Ländermärkten
Eine .at-, eine .de- und eine .ch-Domain bedeuten dreimal Grundgebühr. Sinnvoll ist selten dieselbe Stufe überall, sondern eine Abstufung nach Marktbedeutung.
- Kernmarkt auf FullSEO
- Nebenmärkte auf AutoSEO
- Umschalter vor Saisonspitzen nutzen
Über alle vier Profile hinweg lässt sich die Wahl auf drei Fragen eindampfen. Gibt es eine benannte Person, die monatlich vier bis sechs Stunden für Freigaben aufwendet? Unterscheiden sich die Begriffe mit viel Volumen deutlich von denen, die Geld bringen? Dürfen Änderungen an der Website aus rechtlichen Gründen nicht ohne Freigabe live gehen? Zwei Antworten mit Ja sprechen für FullSEO, zwei mit Nein für AutoSEO. Unabhängig davon lohnt ein Blick auf die technische Basis der eigenen Website, denn keine Kampagne kompensiert eine Seite, die technisch nicht sauber ausgeliefert wird.
Häufige Fragen
Kann ich von AutoSEO auf FullSEO wechseln, ohne die Kampagne zu verlieren?
Beide Stufen arbeiten im selben Kampagnenbereich mit demselben Keyword-Pool. Innerhalb von FullSEO lässt sich zudem jederzeit zwischen automatischem und manuellem Betrieb umschalten, ohne die Kampagne neu aufzusetzen. Planen Sie den Wechsel dennoch in eine ruhige Phase.
Lohnt sich FullSEO, wenn niemand Zeit für die manuellen Eingriffe hat?
Rechnerisch nicht. Der Aufpreis von 351 USD kauft drei Eingriffspunkte und die Begleitung durch Fachleute. Wer dauerhaft im Automatikmodus bleibt, zahlt für eine Steuerung, die niemand bedient. Dann ist AutoSEO die ehrlichere Wahl — und das gesparte Budget in Inhalten meist wirksamer.
Sind die Add-ons Pflicht, damit eine Kampagne funktioniert?
Nein. Beide Stufen funktionieren vollständig mit der Staffel null. Die Wikipedia-Slots sind ein teurer, knapper Sonderfall mit hohem Anspruch an die Belegfunktion, die PBN-Slots ein Mengenprodukt mit erheblichem Risiko für die eigene Domain. Wer unsicher ist, bucht keines von beiden und entscheidet später neu.
Was passiert mit zurückgestellten Keywords?
Sie bleiben im Pool, gehen weder in die Bearbeitung noch verloren. Der Zustand ist für Begriffe gedacht, die fachlich passen, für die aber die Seite, das Budget oder die Kapazität fehlt. Diese Liste ist die beste Grundlage für die nächste Content-Planung — dort liegen geprüfte Kandidaten statt roher Ideen.
Wie viele Domains braucht es, bis sich eine Agenturaufstellung rechnet?
Da je Domain abgerechnet wird, gibt es in der Lizenz keinen Mengeneffekt. Der Skaleneffekt entsteht bei der Arbeitszeit: Sammeln, Dokumentieren und Reporting fallen über alle Mandate hinweg weg, die abrechenbare Zeit verschiebt sich auf Beratung. Ab etwa fünf bis sechs Domains wird das in Zeiterfassungen sichtbar.
Die Entscheidung zwischen den Stufen ist keine Preisfrage, sondern eine Kapazitätsfrage. AutoSEO kauft einen laufenden Prozess, FullSEO zusätzlich das Recht und die Pflicht, in ihn einzugreifen. Bei den Add-ons ist die konservative Haltung die vernünftige: Wikipedia-Slots allenfalls in kleiner Staffel als Test, PBN-Slots im Zweifel bei null. Vollständig ist eine Kalkulation erst, wenn der interne Zeitaufwand bewertet in derselben Tabelle steht wie die Lizenzgebühr.
Wer die Stufen an der eigenen Domain vergleichen möchte, kann die Kampagnenkonfiguration samt Keyword-Pool direkt im Semalt-Dashboard einrichten und mit den eigenen Search-Console-Daten prüfen, wie viele der vorgeschlagenen Begriffe eine Freigabe verdienen. Diese eine Zahl sagt mehr über die passende Stufe aus als jeder Funktionsvergleich.