AutoSEO kostet 149 USD im Monat und Domain, FullSEO 500 USD — der Unterschied ist kein Funktionsumfang, sondern die Frage, wer entscheidet. Ein Durchgang durch beide Stufen, die Add-ons und den Posten, der in Angebotsvergleichen regelmäßig fehlt.

In Budgetgesprächen fällt selten zuerst die Frage nach dem Funktionsumfang. Gefragt wird: Was kostet das im Jahr, und wie viel Arbeit bleibt trotzdem bei uns liegen? Das Versprechen der Automatisierung wird dabei gern falsch gelesen: Es bedeutet nicht, dass niemand mehr etwas tut, sondern dass Menschen nur noch entscheiden, statt zu sammeln.

Der Kampagnenbereich im neuen Semalt Panel bietet dafür zwei Stufen und zwei buchbare Platzierungspakete an. Vier Preise, die man kennen muss, bevor man über Erwartungen spricht:

149 USD
AutoSEO je Monat und Domain
500 USD
FullSEO je Monat und Domain
10 USD
je Wikipedia-Slot
1 USD
je PBN-Slot

Der Faktor 3,4 zwischen den Stufen verlangt eine bewusste Entscheidung, hängt aber nicht am Geld allein. Die folgenden Abschnitte ordnen beide Stufen ein, betrachten die Add-ons auch kritisch und schließen mit einer offengelegten Beispielrechnung über zwölf Monate.

My SEO · Grundlagen

Zwei Stufen, dieselbe Datengrundlage

Beide Stufen laufen im selben Bereich des Panels, greifen auf dieselbe angebundene Google Search Console und dieselben Live-SERP-Daten zu, erzeugen Backlinks und liefern KI-gestützte Vorschläge für die eigene Website. Der Unterschied liegt nicht in der Menge der Funktionen, sondern an der Stelle, an der ein Mensch eingreifen darf.

Viele Preisvergleiche nehmen implizit an, die teurere Stufe liefere mehr Daten. Das trifft hier nicht zu.

  • Gleiche Analytik. Search-Console-Auswertungen, Rank-Tracking und Wettbewerbsansichten stehen unbeschnitten zur Verfügung — kein Privileg der höheren Stufe.
  • Gleicher Freigabe-Workflow. Der Keyword-Pool mit den drei Entscheidungen annehmen, ablehnen und zurückstellen gehört zu beiden Stufen.
  • Gleicher Assistent. Der projektgebundene Assistent Stream antwortet auf Basis der echten Kampagnendaten und nimmt Listen auch stapelweise entgegen.
  • Unterschiedlich ist die Steuerung. Manuelle Keyword-Auswahl, gezielte Backlink-Platzierung und ein Freigabeschritt vor Website-Änderungen gibt es nur in FullSEO.
Abgerechnet wird je Domain. Wer drei Websites betreut, zahlt dreimal. Für Agenturen und Unternehmen mit mehreren Länderdomains verändert das die Rechnung erheblich.
Stufe 1 · Automatik

AutoSEO — was 149 USD im Monat abdecken

Die günstigere Stufe ist so gebaut, dass eine Kampagne auch dann weiterläuft, wenn zwei Wochen lang niemand in das Panel schaut — gedacht für Unternehmen ohne eigenes SEO-Personal.

My SEO · Stufe 1

AutoSEO — der vollständige Kampagnenzyklus ohne Handarbeit

Für Betriebe, die stetiges Wachstum wollen, aber niemanden haben, der wöchentlich Keywords sortiert.

149 USD / Monat · pro Domain
  • Keywords werden automatisch gefunden und priorisiert. Der Zeitgewinn liegt in der Reihenfolge: Eine Liste mit vierhundert Begriffen zu erzeugen ist trivial, sie in eine sinnvolle Bearbeitungsfolge zu bringen nicht.
  • Backlinks entstehen laufend und ohne Einzelauswahl. Neu gesetzte Links erscheinen mit Kennzahlen zur Geberseite im Projektstrom — nachvollziehbar, aber nicht vorab wählbar.
  • Die KI bereitet On-Site-Änderungen vor. Titel, Meta-Beschreibungen, Überschriftenstruktur und interne Verlinkung, abgeleitet aus den eigenen Seiten und den Suchdaten.
  • Die Analytik ist vollständig enthalten. Search Console, Rank-Tracking und Wettbewerbsansichten stehen ohne Zusatzkosten bereit.
  • Der Live-Chat kennt das Projekt. Fragen werden auf Basis der echten Kampagnendaten beantwortet, nicht aus allgemeinem SEO-Wissen.
149 USD
pro Monat und Domain
4–8
Wochen bis zur ersten Bewegung
230.000+
Partnerseiten im Netzwerk
1.788 USD
Grundgebühr für zwölf Monate

1.788 USD im Jahr entsprechen in vielen österreichischen Preislisten etwa zwölf bis achtzehn Beratungsstunden. Wer monatlich mehr als anderthalb Stunden Recherchearbeit einspart, hat die Grundgebühr rechnerisch gedeckt — vorausgesetzt, die gewonnene Zeit fließt in etwas anderes. Die vier bis acht Wochen bis zur ersten Bewegung beschreiben dabei den Zeitpunkt, zu dem sich in den Daten etwas zeigt, nicht den der Amortisation.

Praxistipp für den Start. Legen Sie in den ersten vier Wochen keine Erfolgskennzahl fest, sondern eine Aktivitätskennzahl: Werden Keywords gefunden und freigegeben, laufen Backlinks ein, werden Vorschläge umgesetzt? Hier misst man, ob der Prozess arbeitet, nicht ob er wirkt.
Stufe 2 · Steuerung

FullSEO — was der Aufpreis von 351 USD kauft

Die höhere Stufe enthält alles aus AutoSEO und ergänzt drei Eingriffspunkte sowie ein Team aus SEO-Fachleuten, Entwicklern und Autoren. An diesen drei Stellen kann manuell eingegriffen werden — niemand muss es.

My SEO · Stufe 2

FullSEO — Automatisierung plus menschliche Steuerung

Für Projekte, in denen geschäftliche und maschinell errechnete Relevanz auseinanderfallen.

ab 500 USD / Monat
  • Manuelle Keyword-Auswahl mit automatischem Rückfall. Sie bestimmen, welche Begriffe bearbeitet werden. Bleibt die Auswahl leer, übernimmt wieder die Automatik — eine Urlaubswoche legt die Kampagne nicht still.
  • Gezielte Backlink-Platzierung nach Domain Rating. Statt das Linkprofil dem Automatismus zu überlassen, lässt sich die gewünschte Stärkeverteilung der Geberseiten vorgeben.
  • Human-Review-Modus für Änderungen an der Website. Jede On-Site-Änderung wird erst nach menschlicher Freigabe wirksam. In regulierten Branchen ist das kein Komfort, sondern Voraussetzung.
  • Ein Team statt nur einer Oberfläche. FullSEO umfasst SEO-Fachleute, Entwickler und Autoren — der Anteil des Preises, der keine Software ist.
  • Umschaltbar statt festgelegt. Zwischen automatischem und manuellem Betrieb wird gewechselt, ohne die Kampagne neu aufzusetzen.
500 USD
pro Monat und Domain
+351 USD
Aufpreis gegenüber AutoSEO
3
manuelle Eingriffspunkte
6.000 USD
Grundgebühr für zwölf Monate

Der Aufpreis kauft also nicht „mehr SEO", sondern Kontrolle über Details — und die ist nur 351 USD im Monat wert, wenn jemand sie tatsächlich ausübt. Eine FullSEO-Kampagne, deren Freigaben niemand öffnet, ist eine teurere AutoSEO-Kampagne.

Unterschätzt wird der Modus-Umschalter. FullSEO ist nicht „die manuelle Variante", sondern erzeugt einen Rhythmus: erst automatisch, weil noch niemand weiß, welche Begriffe im eigenen Markt Bewegung zeigen; dann manuell, sobald die Erkenntnisse eine bewusste Auswahl erlauben; vor Saisonspitzen nachgeschärft, in ruhigen Monaten wieder automatisch. Dass der Wechsel billig ist, ist der Grund, warum er stattfindet. Gebündelt finden Sie die Stufen und Add-ons im Bereich My SEO.

Ehrliche Einordnung. Weder AutoSEO noch FullSEO enthalten ein Rankingversprechen, und seriös könnte es auch keines geben. Positionen werden von Google vergeben, nicht von einem Werkzeug. Geliefert werden Arbeitsschritte in verlässlicher Frequenz und nachvollziehbarer Dokumentation — die Wirkung entsteht daraus über Monate, nicht über Wochen.
Kernmechanik · Entscheidungen

Der Keyword-Pool und der Freigabe-Workflow

Der Kern beider Stufen ist der Keyword-Pool. Er speist sich aus drei Quellen, und jede beantwortet eine andere Frage — deshalb enden die Vorschläge nicht in der üblichen Werkzeug-Beliebigkeit.

Quelle 1

Google Search Console

Begriffe, für die die Website bereits Impressionen erhält — belegte Nachfrage bei oft noch schwacher Sichtbarkeit.

  • Realistischste Kandidaten
  • Google kennt die Seite dafür schon
Quelle 2

Live-SERP-Daten

Begriffe aus dem tatsächlichen Suchergebnisumfeld, einschließlich jener, für die Wettbewerber ranken und die eigene Domain nicht.

  • Zeigt Lücken im eigenen Raum
  • Ohne externe Sicht nicht auffindbar
Quelle 3

Eigene Seed-Keywords

Das Wissen aus dem Unternehmen: Produktbezeichnungen, Branchenjargon, die Formulierungen aus Kundenanfragen und Telefonaten.

  • Wird am häufigsten vernachlässigt
  • Liefert oft die abschlussstärksten Begriffe
Danach

Die Einzelfreigabe

Jeder Kandidat erhält genau eine von drei Entscheidungen. Nichts wandert stillschweigend in die Kampagne.

  • Annehmen, ablehnen oder zurückstellen
  • Protokolliert und später prüfbar

Entscheidend ist der dritte Zustand. Ohne ihn zerfällt jede Prüfung in ein binäres Ja oder Nein, bei dem alles Unsichere abgelehnt wird — und die unsicheren Begriffe sind erfahrungsgemäß die interessanten.

  • Annehmen. Der Begriff passt fachlich, es gibt eine geeignete Seite, und die Leistung dahinter kann auch erbracht werden. Er wandert in die Bearbeitung.
  • Ablehnen. Der Begriff passt nicht zum Geschäft, zur Region oder zur Zielgruppe. Ein Wiener Steuerberatungsbüro ohne Privatkundschaft will keine Begriffe mit hohem Volumen und falscher Nachfrage.
  • Zurückstellen. Fachlich plausibel, aber es fehlt die passende Seite, das Budget oder die Kapazität. Ein im März zurückgestellter Begriff ist im Juni ein vorbereiteter Kandidat statt einer neuen Idee.

Damit ist die eigentliche Leistung der Automatisierung benannt: Nicht die Maschine wählt die Keywords aus, sie übernimmt Sammeln, Entdoppeln und Vorsortieren und setzt den Menschen an die Stelle, an der sein Urteil zählt. Wie sich das später in Positionsverläufen niederschlägt, zeigt der Analytikbereich von Semalt.

Ein Nebeneffekt, der zählt. Weil jede Entscheidung protokolliert wird, ist nachvollziehbar, wer wann welchen Begriff freigegeben hat. In Agenturbeziehungen ersetzt das die übliche Diskussion über die eingeschlagene Richtung.
Add-ons · Platzierungen

Die beiden Zusatzpakete und ihre Slot-Staffelungen

Zusätzlich zur Grundgebühr sind zwei Platzierungspakete in festen Staffeln buchbar. Beide sind optional, und die Staffel null ist bei beiden eine vollwertige Wahl.

Add-on · Staffeln 0 / 1 / 5 / 10

Wikipedia-Platzierungen

Wenige, teure Slots in einem Umfeld mit strengen redaktionellen Regeln — Knappheit statt Menge.

10 USD je Slot
  • Vier Staffeln, ein klarer Deckel. Buchbar sind 0, 1, 5 oder 10 Slots. Die größte Staffel liegt bei 100 USD.
  • Der Stückpreis misst Knappheit. Ein enzyklopädisches Umfeld ist an redaktionelle Regeln gebunden und übersteht Prüfungen nur dort, wo eine echte Belegfunktion erfüllt wird.
  • Bestand ist die entscheidende Größe. Ein dauerhafter Link ist kaum zu ersetzen, ein nach drei Wochen entfernter wirkungslos — dieses Risiko trägt der Auftraggeber mit.
10 USD
Preis je Slot
0 / 1 / 5 / 10
wählbare Staffeln
100 USD
größte Staffel
Add-on · Staffeln 0 / 20 / 100 / 500

PBN-Platzierungen

Viele, billige Slots aus Domainnetzwerken — das Paket, das die sorgfältigste Abwägung verlangt.

1 USD je Slot
  • Vier Staffeln bis 500 Slots. Buchbar sind 0, 20, 100 oder 500 Slots, also maximal 500 USD im Monat — so viel wie eine ganze FullSEO-Lizenz.
  • Der Preis misst Menge, nicht Wert. Zehn Wikipedia-Slots kosten so viel wie hundert PBN-Slots. Dieser Faktor zehn ist die ehrlichste Auskunft über den Unterschied.
  • Private Blog Networks sind Domainnetzwerke zum Zweck des Linkaufbaus. Billig und schnell skalierbar, zugleich im Widerspruch zu den Richtlinien der Suchmaschinen zu Linkspam. Das ist keine Randnotiz, sondern die zentrale Eigenschaft des Add-ons.
1 USD
Preis je Slot
0 / 20 / 100 / 500
wählbare Staffeln
10×
günstiger als ein Wikipedia-Slot

Die Ökonomie beider Pakete ist grundverschieden. Bei den PBN-Slots ist ein klares Wort angebracht, gerade weil fünfhundert Platzierungen für fünfhundert Dollar nach einem außergewöhnlichen Verhältnis aussehen.

Masse ersetzt keine Qualität. Fünfhundert Links aus einem Netzwerk mit ähnlichen Mustern wirken nicht wie fünfhundert unabhängige Empfehlungen, weil sie es nicht sind. Wird ein Netzwerk erkannt und abgewertet, verliert die verlinkte Website die Wirkung — das Risiko liegt bei der eigenen Domain.

Für Marken mit langem Zeithorizont ist das Verhältnis besonders ungünstig: Ein etablierter Wiener Fachhändler setzt für 500 USD monatlich einen Teil seiner über Jahre gewachsenen Substanz aufs Spiel, während dasselbe Geld in redaktionellen Inhalten kein Abwertungsrisiko trägt. Wer das Add-on dennoch prüfen möchte, behandelt es als Experiment: kleinste Staffel, abgegrenzte Domain, definierter Beobachtungszeitraum — und keine Domain, von der der Umsatz abhängt.

AutoSEO und FullSEO im direkten Vergleich

Die Gegenüberstellung zeigt, wie wenige Zeilen tatsächlich unterschiedlich sind — und dass die entscheidende keine Funktion beschreibt, sondern eine Arbeitsweise.

MerkmalAutoSEO — 149 USD / Monat und DomainFullSEO — ab 500 USD / Monat und Domain
Keyword-FindungAutomatisch, mit PriorisierungZusätzlich manuelle Auswahl mit automatischem Rückfall
Backlink-AufbauAutomatisch, Netzwerk mit über 230.000 WebsitesZusätzlich manuell, Zielsetzung nach Domain Rating
On-Site-ÄnderungenKI-VorschlägeZusätzlich Human-Review-Modus vor Wirksamkeit
BetreuungPlattform und KI-AssistentZusätzlich Team aus Fachleuten, Entwicklern, Autoren
Analytik und Freigabe-WorkflowVoller UmfangVoller Umfang
Add-ons Wikipedia und PBNBuchbar in denselben StaffelnBuchbar in denselben Staffeln
Modus-Umschalter automatisch/manuellNicht vorhandenVorhanden, jederzeit ohne Neuaufsetzen
Grundgebühr über zwölf Monate je Domain1.788 USD6.000 USD

Die vorletzte Zeile ist in der Praxis die wichtigste: Alles darüber sind Funktionen, der Umschalter dagegen beschreibt, wie mit ihnen gearbeitet wird. Die letzte Zeile wiederum beziffert nur den Teil der Kosten, den eine Rechnung ausweist.

Die Add-ons entscheiden nicht über die Stufe. Beide Pakete lassen sich unabhängig von der Stufe buchen. „AutoSEO oder FullSEO" ist damit sauber getrennt von „mit oder ohne Zusatzplatzierungen".
Kalkulation · Beispielszenario

Eine Beispielrechnung über zwölf Monate

Konstruiertes Szenario. Die folgende Aufstellung ist kein Angebot, keine Prognose und kein Erfahrungswert. Angenommen wird ein Wiener Dienstleister mit einer .at-Domain, rund sechzig relevanten Seiten und einer Marketingverantwortlichen, die SEO nebenbei betreut. Jede Zeile ist eine Annahme — angesetzt sind 65 EUR interner Stundensatz und 250 EUR je überarbeiteter Seite.
PostenVariante A — AutoSEOVariante B — FullSEOAnnahme
Grundgebühr, zwölf Monate1.788 USD6.000 USD149 bzw. 500 USD je Monat und Domain
Wikipedia-Slots0 USD50 USDStaffel 0 gegenüber 5 Slots à 10 USD
PBN-Slots0 USD0 USDStaffel 0, aus den oben genannten Gründen
Interne Arbeitszeit36 Stunden = 2.340 EUR72 Stunden = 4.680 EUR3 bzw. 6 Stunden im Monat zu 65 EUR
Content-Produktion6 Seiten = 1.500 EUR12 Seiten = 3.000 EUR250 EUR je Seite
Summe Lizenzkosten1.788 USD6.050 USDohne Wechselkurs- und Steuereffekte
Summe interne und externe Kosten3.840 EUR7.680 EURder Teil, der auf keiner Rechnung steht

Zwei Beobachtungen springen ins Auge. Erstens ist in beiden Varianten die Summe aus interner Zeit und Content größer als die Lizenzgebühr: Wer nur Softwarekosten vergleicht, vergleicht die kleinere Hälfte. Zweitens verdoppelt der Sprung von A zu B auch den Personaleinsatz.

3,4×
Faktor zwischen den Lizenzen
interner Zeitbedarf bei FullSEO
36 / 72
interne Stunden im Jahr
0 USD
angesetzte PBN-Slots

Eine dritte Größe fehlt mit Absicht: der Ertrag. Er hängt von Wettbewerbsdichte, Ausgangssichtbarkeit und Konversionsrate ab und lässt sich nicht seriös vorhersagen. Vorhersagbar ist nur die Kostenseite — und die gehört vollständig auf den Tisch, bevor über Erwartungen gesprochen wird. FullSEO ohne die zusätzlichen Stunden zu buchen heißt, den Aufpreis zu zahlen und die Gegenleistung nicht abzurufen: der häufigste Kalkulationsfehler bei dieser Entscheidung.

Erwartung · Zeithorizont

Realistischer Zeithorizont und die passende Stufe

Automatisierte Kampagnen verführen zur täglichen Kontrolle. Das ist meist kontraproduktiv, weil die Messgrößen unterschiedlich schnell reagieren. Eine brauchbare Staffelung sieht so aus:

  • Woche 1 bis 4 — Aktivität. Werden Keywords gefunden und freigegeben, laufen Backlinks ein, werden Vorschläge umgesetzt? Hier misst man den Prozess, nicht die Wirkung.
  • Monat 2 bis 3 — Frühindikatoren. Impressionen für neu bearbeitete Begriffe, Bewegung aus dem Bereich jenseits Platz 30 nach vorn, erste Änderungen der Klickrate. Klickzahlen sind noch verrauscht.
  • Monat 4 bis 6 — Wirkung. Organische Klicks, Eintritte in die vorderen zehn Plätze, Sichtbarkeit für die geschäftlich wichtigen statt für die leichten Begriffe.
  • Monat 7 bis 12 — Geschäftszahlen. Anfragen, Bestellungen, Umsatz aus organischem Traffic. Erst hier lässt sich beurteilen, ob die 1.788 oder 6.000 USD gut angelegt waren.

Wer nach acht Wochen abbricht, weil „nichts passiert", hat meist korrekt beobachtet und falsch geschlossen. Zeigt sich dagegen nach sechs Monaten weder bei Impressionen noch bei Positionen Bewegung, liegt das Problem selten am Werkzeug, sondern an der Substanz der Seiten oder an einer mit diesem Budget nicht zu gewinnenden Wettbewerbslage. Diese Diagnose früh zu stellen spart mehr Geld als jede Tarifoptimierung.

SEO braucht Zeit — auch automatisiert. Die vier bis acht Wochen bis zur ersten messbaren Bewegung sind eine Größenordnung, kein Termin. Kein Tarif und keine Slot-Staffel verkürzt den Zeitraum, den Suchmaschinen für Neubewertungen brauchen. Wer diesen Horizont nicht mitbringt, verschiebt besser die Entscheidung.

Bleibt die Frage, welche Stufe zu welchem Betrieb passt. Vier typische Profile, jeweils mit der Begründung, die den Ausschlag gibt:

Profil 1

Lokaler Dienstleister

Physiotherapiepraxis, Installationsbetrieb, Weinhandel mit Ladengeschäft: überschaubarer Keyword-Raum, lokale Konkurrenz, niemand mit wöchentlicher Zeit für Auswahlarbeit.

  • Empfehlung: AutoSEO
  • Zwanzig Minuten im Monat für Freigaben genügen
  • Add-ons: beide Staffel null
Profil 2

Wachsender Onlineshop

Mehrere hundert Artikel, Saisonalität, deutliche Margenunterschiede. Die maschinelle Priorisierung ist strukturell blind für die Frage, welches Sortiment Geld verdient.

  • Empfehlung: FullSEO
  • Manuelle Auswahl übersetzt Margen in Prioritäten
  • Human-Review schützt Kategorietexte
Profil 3

Agentur mit Kundenportfolio

Zwölf Mandate kosten auf AutoSEO 1.788 USD im Monat, dieselben zwölf auf FullSEO 6.000 USD. In der Praxis entsteht fast immer eine gemischte Aufstellung.

  • Kleine Retainer auf AutoSEO
  • Strategiebudgets auf FullSEO
  • Sammelarbeit entfällt über alle Mandate
Profil 4

Unternehmen mit Ländermärkten

Eine .at-, eine .de- und eine .ch-Domain bedeuten dreimal Grundgebühr. Sinnvoll ist selten dieselbe Stufe überall, sondern eine Abstufung nach Marktbedeutung.

  • Kernmarkt auf FullSEO
  • Nebenmärkte auf AutoSEO
  • Umschalter vor Saisonspitzen nutzen

Über alle vier Profile hinweg lässt sich die Wahl auf drei Fragen eindampfen. Gibt es eine benannte Person, die monatlich vier bis sechs Stunden für Freigaben aufwendet? Unterscheiden sich die Begriffe mit viel Volumen deutlich von denen, die Geld bringen? Dürfen Änderungen an der Website aus rechtlichen Gründen nicht ohne Freigabe live gehen? Zwei Antworten mit Ja sprechen für FullSEO, zwei mit Nein für AutoSEO. Unabhängig davon lohnt ein Blick auf die technische Basis der eigenen Website, denn keine Kampagne kompensiert eine Seite, die technisch nicht sauber ausgeliefert wird.

Häufige Fragen

Kann ich von AutoSEO auf FullSEO wechseln, ohne die Kampagne zu verlieren?

Beide Stufen arbeiten im selben Kampagnenbereich mit demselben Keyword-Pool. Innerhalb von FullSEO lässt sich zudem jederzeit zwischen automatischem und manuellem Betrieb umschalten, ohne die Kampagne neu aufzusetzen. Planen Sie den Wechsel dennoch in eine ruhige Phase.

Lohnt sich FullSEO, wenn niemand Zeit für die manuellen Eingriffe hat?

Rechnerisch nicht. Der Aufpreis von 351 USD kauft drei Eingriffspunkte und die Begleitung durch Fachleute. Wer dauerhaft im Automatikmodus bleibt, zahlt für eine Steuerung, die niemand bedient. Dann ist AutoSEO die ehrlichere Wahl — und das gesparte Budget in Inhalten meist wirksamer.

Sind die Add-ons Pflicht, damit eine Kampagne funktioniert?

Nein. Beide Stufen funktionieren vollständig mit der Staffel null. Die Wikipedia-Slots sind ein teurer, knapper Sonderfall mit hohem Anspruch an die Belegfunktion, die PBN-Slots ein Mengenprodukt mit erheblichem Risiko für die eigene Domain. Wer unsicher ist, bucht keines von beiden und entscheidet später neu.

Was passiert mit zurückgestellten Keywords?

Sie bleiben im Pool, gehen weder in die Bearbeitung noch verloren. Der Zustand ist für Begriffe gedacht, die fachlich passen, für die aber die Seite, das Budget oder die Kapazität fehlt. Diese Liste ist die beste Grundlage für die nächste Content-Planung — dort liegen geprüfte Kandidaten statt roher Ideen.

Wie viele Domains braucht es, bis sich eine Agenturaufstellung rechnet?

Da je Domain abgerechnet wird, gibt es in der Lizenz keinen Mengeneffekt. Der Skaleneffekt entsteht bei der Arbeitszeit: Sammeln, Dokumentieren und Reporting fallen über alle Mandate hinweg weg, die abrechenbare Zeit verschiebt sich auf Beratung. Ab etwa fünf bis sechs Domains wird das in Zeiterfassungen sichtbar.

Die Entscheidung zwischen den Stufen ist keine Preisfrage, sondern eine Kapazitätsfrage. AutoSEO kauft einen laufenden Prozess, FullSEO zusätzlich das Recht und die Pflicht, in ihn einzugreifen. Bei den Add-ons ist die konservative Haltung die vernünftige: Wikipedia-Slots allenfalls in kleiner Staffel als Test, PBN-Slots im Zweifel bei null. Vollständig ist eine Kalkulation erst, wenn der interne Zeitaufwand bewertet in derselben Tabelle steht wie die Lizenzgebühr.

Wer die Stufen an der eigenen Domain vergleichen möchte, kann die Kampagnenkonfiguration samt Keyword-Pool direkt im Semalt-Dashboard einrichten und mit den eigenen Search-Console-Daten prüfen, wie viele der vorgeschlagenen Begriffe eine Freigabe verdienen. Diese eine Zahl sagt mehr über die passende Stufe aus als jeder Funktionsvergleich.